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27.März.2018, Starkregen

Standardreferenz zur Erstellung von Starkregengefahrenkarten

WALD + CORBE hat mit zwei unterschiedlichen 2D-Modellen erfolgreich am Standardreferenzverfahren der LUBW teilgenommen. Somit können wir Sie und Ihre Kommune bei den einzelnen Schritten des kommunalen Starkregenrisikomanagement unterstützen.

Bei der Erstellung von Starkregengefahrenkarten kann je nach Gebiet und Randbedingung flexibel der am besten geeignete Modellansatz verwendet werden. Auch bei der Ausarbeitung der Risikoanalyse und des Handlungskonzeptes stehen wir Ihnen mit unserer langjährigen hydrologischen und hydraulischen Erfahrung zur Seite.

Das kommunale Starkregenrisikomanagement wird vom Land zu 70 % gefördert (Förderrichtlinie Wasserwirtschaft).

Flood Area   Hydro-AS_2D


08.Februar.2018, baden online, Aufgabe für Generationen - Generalentwässerungsplan für Haslach liegt vor

Eine »Aufgabe für Generationen« stellte am Dienstag Andreas Gold vom Ingenieurbüro wald und Corbe im Gemeinderat vor. Der Generalentwässerungsplan für ganz Haslach listet auf, wo Schwachstellen in der Kanalisation sind und wie dringend dort gehandelt werden muss.

Knapp 68 Kilometer an Abwasserrohren liegen in Haslachs Untergrund. Wie leistungsfähig diese sind und wo Schwachstellen im System entstehen könnten, kann künftig im Generalentwässerungsplan (GEP) für Haslach und die Stadtteile abgelesen werden. Andreas Gold vom Planungsbüro Wald+Corbe erläuterte den Stadträten die Details und die Schlussfolgerungen, die aus dieser Bestandsaufnahme resultieren.

Der größte Schwachpunkt in der städtischen Kanalisation ist inzwischen beseitigt. Im Vorgriff auf die GEP-Ergebnisse waren in den vergangenen Jahren mit Millionen in Lipp-, Gebele- und Kampfackerstraße die Rohre saniert und vergrößert, gehören seitdem Überflutung der Straße und Wasser in den Kellern der Vergangenheit an.

Knapp 23 Millionen Euro schätzt der Planer an Baukosten, sollten aller Schwachstellen der Kanalisation beseitigt werden. Gold schätzt, dass in der obersten Priorität, die seiner Meinung nach in den kommenden fünf Jahren begonnen werden sollten, dafür fünf Millionen Euro notwendig würden. Im zweiten Schritt wären in den Folgejahren dann über zwölf Millionen Euro fällig. Unterm Strich, so seine Einschätzung, sollte die Kanalisation um 50 Jahre funktionieren.

Riesige Datensammlung
Mit der umfangreichen Datensammlung samt Prognosen und Hochrechnungen der Leistungsfähigkeit der Kanalisation bei Starkregen oder Unwetter habe die Kommune nun ausreichend Infrastrukturdaten an der Hand, um das weitere Vorgehen zu steuern. Gold arbeitete dafür sämtliche Pläne der Kanalisation ein, dazu auch Ergebnisse von Kamerafahrten in den Abwasserrohren und statistische Erhebungen von Wetterdaten, um die Hydraulik des Abwassersystems einordnen zu können.

Für die Räte beruhigend: einen umgehend zu behebenden Missstand machte der Fachmann nicht aus. Er riet dazu, in den kommenden Jahren darüber nachzudenken, in welchen Abschnitten sich eine Sanierung oder Optimierung lohnen könnte. Schließlich habe die Kommune die Pflicht, ihre Kanalisation in Schuss zu halten.  Um Kosten und Nutzen in einem vernünftigen Rahmen zu finden, sei es ratsam, Projekte laut Generalentwässerungsplan mit anstehenden Straßensanierungen zu kombinieren.

Die Bestandsaufnahme  der kommunalen Straßen steht steht ohnehin an, wenn im kommenden Jahr erstmals ein Etat nach kaufmännischen Gesichtspunkten ins Haus steht. Dort nämlich müssen die Straßen nach Zustand und Sanierungsbedarf aufgeschlüsselt sein, könnten folglich diese Daten mit jenen der Kanalisation abgeglichen werden. Aktuell, so die Auskunft von Stadtkämmerin Gisela Ringwald, ist solch eine Bestandsaufnahme allerdings noch nicht in Auftrag gegeben worden.

»Masterplan«

Der komplette Generalentwässerungsplan wird in den kommenden Wochen in der Stadtverwaltung vorliegen. laut Bürgermeister Philipp Saar sei dies im Zusammenspiel mit anderen Infrastrukturdaten dann ein hervorragender Masterplan für anstehende Sanierungen.

 

Autor:

Manfred Pagel

 


19.Januar.2018, Pforzheimer Zeitung, Wetterextreme nehmen zu: Aufschlussreicher Hochwasservortrag im Mönsheimer Rat

Autor: Claudia Keller

Mönsheim. „Es geht um Hochwasser jenseits der Gewässer“, erklärte Hans Göppert vom Büro Wald + Corbe, als er den Mönsheimer Gemeinderat über das Thema Starkregenrisikomanagement informiert hat. Der Fachmann zeigte dem Gremium auf, dass es neben dem Hochwasser durch Gewässer eine weitere, bislang weniger untersuchte Gefahr bei Starkregenereignissen gibt, wie das Wasser aus den Flächen von Hanglagen.

„Allerdings gibt es genauso wie bei Hochwasser keinen unendlichen Schutz bei Naturkatastrophen“, merkte Göppert an. Er zeigte in seinem Vortrag Fotos von überfluteten Orten, die teilweise durch das Wasser aus den Hangflächen geflutet worden waren. Angesichts der Schäden, die in den vergangenen zehn Jahren aufgetreten seien, sah der Fachmann eine deutliche Zunahme. „Im Jahr 2016 haben wir jeden Monat Extremlagen gehabt“, erinnerte Göppert. Er berichtete weiter, dass auch die Klimaforschung prognostiziere, dass es immer mehr Hochwasser geben werde. „Wenn wir uns die Starkregen ansehen, so besteht die Befürchtung, dass diese auch zunehmen werden“, hielt Göppert fest.

Den Zusammenhang erklärte er mit zunehmenden Temperaturen, da warme Luft auch mehr Wasser speichern könne. Das Hochwasser, das im Jahr 2016 im Ort Braunsbach große Schäden angerichtet hat, bezeichnete er als Schlüsselerlebnis für Baden-Württemberg. „Der örtliche Bach in Braunsbach ist etwa so groß wie der Entenbach in Mönsheim“, warf Göppert ein. „Diese Sommergewitter können jeden treffen.“ Zwischenzeitlich habe man reagiert und entsprechende Leitfäden herausgegeben, darunter auch die Information „Kommunales Starkregenrisikomanagement“ des Landes. Darin geht es speziell um Starkregenereignisse mit großer Niederschlagsmenge und von hoher Intensität, die meist von geringer örtlicher Ausdehnung und kurzer Dauer sind und deshalb ein schwer kalkulierbares Überschwemmungsrisiko darstellen. Bürgermeister Thomas Fritsch schlug vor, ein Angebot zur Erstellung einer Starkregenrisikokarte einzuholen. Der Gemeinderat stimmte dem einhellig zu.


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