LIFE+-Projekt "Rheinauen bei Rastatt", Maßnahme C6, "Verbesserte Anbindung eines Altrheinarms zur Förderung der rezenten Aue von Rhein-km 336+300 bis 337+100"

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Projekt: LIFE+-Projekt "Rheinauen bei Rastatt", Maßnahme C6, "Verbesserte Anbindung eines Altrheinarms zur Förderung der rezenten Aue von Rhein-km 336+300 bis 337+100"
Bearbeitungszeitraum: 2012 - 2015
Auftraggeber: Regierungspräsidium Karlsruhe
Leistungsbereiche: Wasserbau, Wasserwirtschaft
Unsere Leistungen: Objektplanung (LP 1 bis 9 nach HOAI), 2D-hydraulische Berechnungen, Vermessung, Umweltchemische Untersuchungen, Geotechnische Untersuchungen, Bauüberwachung, Fachplanung Tragwerksplanung
Gesamtbauvolumen: 0,75 Mio. €
Land: Baden-Württemberg


Das Gesamtmaßnahmenkonzept sieht vor, in der Rheinaue zwischen Rastatt-Wintersdorf und Au am Rhein die ökologischen Verhältnisse durch eine Verbesserung der Abflussverhältnisse aufzuwerten.

Ein Großteil der konzipierten Maßnahmen wurde bis 2005 umgesetzt.

Die Maßnahme C6 wurde 2011 in das LIFE+-Projekt aufgenommen. Durch die Umsetzung der Maßnahme sollen die Abflussverhältnisse in der angeschlossenen ca. 100 ha großen Auenfläche des Wintersdorfer Altrheinarms deutlich verbessert und eine naturnahe Rheinaue geschaffen werden. Die Sohllagen wurden so geplant, dass eine Durchströmung das ganze Jahr über möglich wird.

Das Ziel der Maßnahme ist es, die Voraussetzungen für die Entstehung einer naturnahen Rheinaue zu schaffen. Im Vordergrund steht dazu die Reaktivierung des Wintersdorfers Altrheinarms.

Durch das neue Einlaufbauwerk werden zukünftig bei erhöhtem Mittelwasserabfluss im Rhein (1.654 m³/s) etwa 11,0 m³/s eingeleitet. Die dort vorherrschenden Fließgeschwindigkeiten erhöhen sich durch diesen deutlich erhöhten natürlichen Zufluss, so dass zu erwarten ist, dass sich die Anlandungen im Alten Sandbach freigespült oder zumindest weitere Anlandungen begrenzt werden.

Vor Überströmung des Leinpfades beträgt die maximale Leistungsfähigkeit des Entnahmebauwerks ca. 21,0 m³/s. Damit ergeben sich Fließgeschwindigkeiten im geplanten Gewässersystem von bis zu 1,5 m/s. Des Weiteren ergeben sich auch für das Landschaftsbild erhebliche Verbesserungen.

Durch das neue Einlaufbauwerk mit einer Sohllage deutlich unterhalb des Mittelwasserabflusses des Rheins soll einer weiteren Verlandung an der alten Sandbachmündung entgegengewirkt werden. 

Bei der Herstellung des Verbindungsgrabens wurde das vorhandene Grabensystem im Auenwald soweit möglich genutzt. Es wurde unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten ein Initialprofil mit einem z.T. leicht pendelnden Verlauf hergestellt.

 
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